26.03.2017 DONAU - Die Schlögener Schlinge

Gewässer: Donau

Länge der Tour: ca. 10km

Startpunkt: Schlögen an der Donau

Endpunkt: Kobling bei Haibach ob der Donau

 Die SchlögenerSchlinge ist eine Flussschlinge der Donau oberhalb des Staubereiches vonAschach in Oberösterreich (zwischen Stromkilometer 2180,5 und 2186,5). Das südliche Ufer liegt in der Gemeinde Haibach ob der Donau und deren Ortsteil Schlögen, der der Schlinge den Namen verleiht. Der Fluss bahnte sich im Durchbruchstal zwischen Passau und Aschach seinen Weg durch das böhmische Massiv und schnitt den Sauwald ab. Der Durchbruch erfolgt in mehreren Mäandern. An der Schlinge wendet die Donau in einer engen Kehre um 180 Grad von südöstlicher auf nordwestliche Laufrichtung, Anschließend verläuft der Fluss wieder weiter Richtung Osten.

Wir starteten in Schlögen am einmündenden Freyertalbach und blieben vorerst am südlichen Ufer. Auf der linken Uferseite wird das Gelände laufend steiler, sodaß nur noch ein kleiner Steig als Lehrpfad mit Schautafeln am Hang entlang führt. Ein beliebter Aussichtspunkt ist hier die Burgruine Haichenbach.

Immer wieder plätschern kleinere Bäche die Hänge herunter, die jetzt im Frühjahr bereits mit saftig grünem Moos und einer Vielzahl von Frühlingsblumen umrahmt werden. Am Mündungsbereich einer dieser Bäche machten wir unsere Jausenpause und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Auch jetzt wird bereits wieder das obere Donautal für allerlei Freizeitaktivität genutzt. Von Spaziergängern, Wanderern, Radlern, Fischern bis hin zu den Passivsportlern auf den Ausflugsschiffen.

Gut gestärkt ging es nun weiter Donau abwärts. Kurz vor unserer Ausstiegsstelle erreichten wir am linken Donauufer die Ortschaft Obermühl an der Mündung der kleinen Mühl. Nachdem wir den Mündungsbereich durchpaddelt hatten ging es wieder von Obermühl auf das rechte Donauufer Richtung Kopling.

Eine Sehenswürdigkeit in Obermühl an der Donau ist der Freyer Körnerkasten, ein denkmalgeschützter Getreidespeicher aus der Renaissance, zurückdatiert auf 1618. Das Wahrzeichen wurde vom Freiherren Karl Jörger erbaut. Der schmucke Bau mit einer Gesamthöhe von 32m (davon 16m Dachhöhe) mit seinen Eckquadern war einmal einer der charaktervollsten Bauten im Linzer Umland und gibt heute noch Zeugnis von der damaligen Bedeutung des kleine Donauortes Obermühl. Neben der Getreidelagerung diente er auch als Mautstelle für vorbeifahrende Schiffe und war mit einem Schankrecht versehen. Das am Bild links liegende Gebäude, ein Salzstadel aus dem Jahr 1524, war das zweite Wahrzeichen des Ortes aus einer wirtschaflich regen Zeit.


Im Zuge des Kraftwerkbaus in Aschach (um 1960), wurden die beiden unteren Geschoße des Getreidespeichers eingeschüttet, um das heutige Donauniveau im Staubereich zu erreichen, der Salzstadel wurde abgerissen.