06.-08.04.2018 ADRIA - Lagune von Grado

Gewässer: Adria

Region: Grado - Lagune und Isonzomündung

Charakter: Küstenregion + Fließwasser I

Gefahren: Wind / Dünung / Gezeiten

Länge: 29km


Auch wenn der AOC ein österreichischer verein ist, so lohnt es sich doch auch über die Grenzen in die Nachbarländer zu blicken. In den vergangenen Jahren lernten wir so Paddelreviere im nahegelegenen Bayern, Ungarn und Slovenien kennen...

Und dieses Jahr fand das AOC Frühlingserwachen in Grado statt. Im Frühjahr nach Grado zu fahren lässt so richtig Vorfreude auf den Sommer aufkommen. Wo bei uns erst die letzten Schilifte schließen, wird an der Adria schon im Freien gegessen und Kaffee mit Eis genossen.

 

Es zahlt sich aus, sich für die Fahrt Zeit zu nehmen, und eventuell bereits in Tarvis von der Autobahn abzufahren. Die Landschaft entlang von Fella und Tagliamento ist atemberaubend und ändert sich laufend. Vom Gebirge mit Almenböden bis zur flachen Tiefenebene bei Udine.

Für uns Wassersportler warten zusätzlich immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die zwei Wildwasserjuwele der Alpen - die Fella und der Tagliamento.

Am Campingplatz Punta Spin angekommen wurden wir bereits von vielen Freunden in Empfang genommen. Usere Stellplätze waren bereits vorreserviert in der ersten Reihe direkt am Meer. Nach einem Bergüßungsschluck wurde das Zelt aufgebaut und gemütlich eingerichtet. Manche waren bereits mit der Tourenplanung für den nächsten Tag beschäftigt.

Am Abend ging es zum Sundowner noch gleich aufs Wasser, auch wenn wir bei der Wassertiefe auch zu Fuß gehen hätten können!

Zurück am Platz wurden rundum die Griller und Kochstellen angeworfen.

Nach dem Essen war noch Zeit die blaue Stunde zu genießen und einen Foto-Spaziergang an den Strand zu machen. Später fand man sich zu einer angeregten Plauderei zusammen - nach der Winterpause gab es beim ersten Wiedersehen genug zu erzählen.

Der Morgen begrüßte uns etwas windig und mit dem entsprechenden Wellengang. Doch pünktlich zur geplanten Aufbruchszeit von 10:00 Uhr flaute der Wind ab und wir starteten die geplante Ausfahrt.

Die Küste bei Grado ist extrem flach, und so muß man sich an die mit Piloten markierten Fahrrinnen halten, um ausreichend Wassertiefe zu paddeln zu haben. Wir fuhren also in mehreren Hundert Metern Entfernung parralell zu Ufer Richtung Mündung des Isonzo.

Das Naturschutzgebiet Isonzo-Mündung (Foce dell‘ Isonzo-Isola della Cona) besteht aus mehreren einzigartigen Lebensräumen, deren Vielfalt und Reichhaltigkeit beeindruckt. Zwei Highlights davon sind die weißen Carmaque Pferde sowie ein besonders farbenprächtiger Vogel, der Bienenfresser. Allerdings müsste man sich dazu auf eine der Beobachtungs Plattformen begeben, aus der Paddlerperspektive sieht man kaum über den schilfbewachsenen Uferbereich hinaus.

Am Isonzo paddelt man gegen die Strömung ein paar hundert Meter, bis links der erste Kanal abzweigt. Hier kommt man an kleinen Häuschen vorbei, die teilweise weiterhin als Fischerhütten dienen, andere aber als Ferienhäuschen umgebaut wurden.

Durch einen dieser Entwässerungskanäle geht es nun bei kaum merkbarer Strömung in einem großen Bogen durch das Mündungsgebiet, bis man dann wieder in eine Ableitung des Isonzo trifft. Diese führt einen dann wieder an die Küste, wo im Mündungsbereich links angelandet werden sollte. Auf dieser Sandbank finden sich eine Vielzahl unterschiedlicher Muscheln.

Der Sonntag war erfüllt von ausgeprägter Sesshaftigkeit. Die meisten fuhren zwar nach Hause, aber kaum jemand wollte wirklich aufbrechen - ein paar Handgriffe - plaudern - Obstsalat herrichten - plaudern - paar Dinge im Auto verstauen - plaudern - ........

Am Heimweg machten wir noch einen Abstecher nach San Daniele einwenig Schinken einkaufen - schleck...

 

Fazit - das Reinschnuppern in den Frühsommer war eindeutig zu kurz!