14.-16.06.2019 KAMP - OTTENSTEINER STAUSEE - Kanukurs mit Freunden

Der Stausee:

Der Stausee liegt in einem stark bewaldeten Gebiet und verästelt sich in vielerlei Arme. Diese haben zum Teil sehr unterschiedlichen Charakter. Von steilen Ufern mit Granitfels und Kiefernwäldern die eher skandinavisch anmuten bis hin zu flachen Ufern mit Wiesen und Sand.

Teilweise grenzt der See direkt an das Truppenübungsgelände Allentsteig, dieser Bereich ist ganzjährig gesperrt.

Das Wasser des Sees ist wegen der Hochmoore im Einzugsgebiet dunkelbraun gefärbt und erwärmt sich schnell. Im Sommer ist der See ein beliebtes Ausflugsziel für Tagesgäste und mehr Tages Touren.

 

Daten und Fakten:

Der Stausee Ottenstein ist der oberste der drei Kampstauseen im niederösterreichischen Waldviertel. Flussabwärts liegen der Stausee Dobra und der Thurnberger Stausee. Hinter der 69 m hohen Gewölbestaumauer wird das Wasser des Kamps aufgestaut. Bei Vollstau beinhaltet der Stausee 73 Millionen m³ Wasser. Die Wasserfläche beträgt dann 4,3 km² und reicht bis zum Stift Zwettl .Mit den Betonierungsarbeiten wurde am 14. Oktober 1954 begonnen. Der erste Maschinensatz ging am 14. Oktober 1956 in Betrieb.[1] Am 6. Juli 1957 wurde das Pumpspeicherkraftwerk Ottenstein in Gegenwart von Bundeskanzler Julius Raab offiziell eröffnet.

Ausgangspunkt - Seecamping Lichtenfels:

Unser Ausgangspunkt ist meist der Campingplatz Lichtenfels. Neben vielen Dauercampern gibt es hier auch eine Obstwiese für Zelte und einen Gruppen-Feuerplatz. Auf der Anlage gibt es auch ein Holzhaus mit Betten und Strom, die man mieten kann - allerdings ohne eigene Sanitärräume, hier muss man die allgemeinen Dusch- und WC-anlagen nutzen. Vom etwas erhöht liegenden Campingplatz führt ein Weg hinunter in eine Bucht direkt neben der Ruine Lichtenfels - nur zu Fuß oder mit Bootswagen zu befahren. Die Ruine Lichtenfels - Ursprünglich auf einem bewaldeten Felskopf eines Berghangs erbaut, liegt sie heute auf einer Halbinsel des Stausees Ottenstein. Entstanden 1150 - aber nachdem der letzte Bewohner 1804 auszog, verfiel die Burg zusehends. Nur die Schlosskapelle, die dem Heiligen Paulus geweiht ist, ist erhalten und war bis in das letzte Jahrhundert ein beliebtes Wallfahrtsziel.

Das Wochenende:

Auslöser dieses Treffen war der runde Geburtstag von Barbara, deren Freundeskreis sich zusammentat, um Ihr ein schönes Wochenende mit dem Kanu am Ottensteiner Stausee zu schenken. Bedingung dafür war natürlich ein Grundkurs übers Kanufahren. Dafür konnte ich meinen Freund Peter gewinnen, der als geprüfter Instruktor den Kurs hielt, von Eva und mir dabei unterstützt wurde. Glücklicherweise ist unser Bekanntenkreis und Peters Kanugarage groß genug, um Ausrüstung für 18 Personen zusammen zu bringen.

Am Freitag war allgemeiner Anreisetag und unser Tross setzte sich am Nachmittag Richtung Waldviertel in Bewegung. Am Campingplatz eingetroffen ging es am Abend ums gegenseitige Kennenlernen und bequatschen.

Am Samstag trafen wir uns dann nach dem Frühstück zum Kurs - mit Abladen - Zuteilung und Erklärung der Ausrüstung - Transport zum Wasser - dort dann der Kurs, um danach möglichst dorthin paddel zu können, wo man hin will!

Nun ging es gemeinsam zum ersten Pausenplatz, wo dann auch verschiedene Bergetechniken gezeigt und geübt wurden.

Danach ging es in einen der Seitenarme bis ans Ende, wo die Purzelkamp einmündet, hier trafen wir auf einen selten Besucher - einem Schwarzstorch mit grell rotem Schnabel und Füßen. 

Nach der Rückkehr zum Campingplatz gingen wir am Abend noch gemeinsam in eine nahe gelegene Pizzaria und ließen den Abend dann am Lagerfeuer ausklingen.

Am Sonntag war das Wetter zwar etwas unbeständiger aber der große Regen blieb glücklicherweise aus. So fanden sich nochmals einige zusammen eine gemeinsam Runde zu paddeln, bevor sich die Gruppe am frühen Nachmittag nach und nach auflöste und jeder seinen Heimweg antrat.

Uns hat es eine große Freude bereitet - eventuell sieht man ja so manchen bei einem weiter führenden Kurs wieder!