26.08.2009 Feier zum Spatenstich der Renaturierung der Traun zwischen Almspitz und Welser Wehr

EDT BEI LAMBACH Österreich

...zu diesem Anlass wurden wir gebeten, mit unseren Kanus gemeinsam mit 2 Zillen der Feuerwehr LR Anschober, die lokalen Politiker der involvierten Gemeinden und Pressevertreter zum Spatenstich in der Fischlhamer Au zu rudern...


Artikel der Rundschau vom 30.08.2009


Artikel der OÖ-Nachrichten vom 27.08.2009

WELS/FISCHLHAM. Erinnerungen an den Widerstand gegen den Kraftwerksbau in Lambach wurden gestern beim Almspitz wach: Doch Herbert Huss von der Traun-Bürgerinitiative und seine Freunde hatten Grund zum Feiern.

Auf der Schotterbank bei der Hafelder Brücke köchelt über Lagerfeuer die Gulaschsuppe. Die Traun kühlt das Bier. Zwei Musiker sorgen im Hintergrund für angenehmen Rhythmus. Unter den Gästen sind viele, die sich seinerzeit gegen das Kraftwerk Lambach engagiert haben. Nun freuen sich Huss und seine Mitstreiter, dass in der Fischlhamer Au die Bagger auffahren: Nach mehr als einem Jahrzehnt zäher Verhandlungen wird die Traun aus ihrem engen Bett befreit. Damit sinkt der Überflutungspegel um einen Meter. Auch die Gefahr der Eintiefung ist gebannt, und Tiere erhalten neuen Lebensraum. Gunskirchner und Welser profitieren, weil der Aushub vom rechten Flussufer zwischen Stegmüllerbach-Mündung und Welser Wehr (rd. 2,3 km) für die Sanierung des Saager Dammes verwendet wird.

Nach sechs Monaten sollen die Arbeiten beendet sein. Nach einem Jahr Beobachtung werden die zwei weiteren Bau-etappen bis zur Hafelder Brücke geplant. Längstens 2015 soll das Projekt beendet sein. Der erste Abschnitt kostet 1,2 Millionen Euro.

Die Traun wird auf 30 Meter ausgeweitet, die Fließgeschwindigkeit verringert. Ein natürlicher Flusscharakter entsteht. Oberhalb des Saager Damms wird auf einer Länge von 900 Metern ein ungesicherter Nebenarm errichtet, in dem Fische Laichplätze finden.

Kraftwerksgegner Huss resümiert: „Angesichts des boomenden Kraftwerksbaus ist die Renaturierung wichtiges Zeichen für verantwortungsvollen Umgang mit wertvoller Natur.“

Anrainer informieren sich bei Fachleuten über den Rückbauplan. 
Bild: muef


Artikel der Kronenzeitung vom 27.08.2009